Funktionelle Beurteilung bei Schultererkrankungen

Von Dr. Alessio Capobianco.

Bei einer Schultererkrankung ist der Schmerz fast immer das Symptom, das den Patienten zum Arzt führt, um sich einer fachärztlichen Untersuchung zu unterziehen.
Die klinische Untersuchung muss durchgeführt werden, um zu diagnostizieren, ob die Pathologie, die den Patienten befällt, tatsächlich aus dem Schultergelenkkomplex stammt und welche Krankheit es ist, aber man muss auch den Typ der zu bewertenden Person verstehen.
Die Wahl des nachfolgenden therapeutischen Diagnoseverfahrens hängt vom Alter, den Einschränkungen, Bedürfnissen und Erwartungen des Patienten ab.
Die Bewertung einer Rotatorenmanschettenläsion bei einem Patienten im dritten Lebensalter mit bescheidenen funktionellen Anforderungen im Vergleich zu der eines jungen Mannes, der manuelle Arbeit ausführt, ist anders; ebenso wie die Instabilität eines sitzenden Patienten oder eines hochklassigen Leistungssportlers anders zu betrachten ist.
Die zur Verfügung stehenden Werkzeuge für eine genaue Klassifikation des Patienten und für eine adäquate Diagnose stellen eine genaue Anamnese und eine korrekte objektive Untersuchung dar, basierend auf der sinnvollen Verwendung und Interpretation der zahlreichen Funktionstests.
Der Einsatz von heute immer ausgefeilteren bildgebenden instrumentellen Untersuchungen sollte nicht dazu führen, dass eine sorgfältige klinische Beurteilung vernachlässigt wird, sondern nur als Zusammenfassung und Bestätigung einer Diagnose oder zumindest eines diagnostischen Verdachts dienen, die beide bereits vorliegen.

Geschichte

Eine genaue Erfassung der Krankengeschichte des Patienten ermöglicht es, festzustellen, ob der auf die Schulter bezogene Schmerz tatsächlich von dieser Stelle stammt oder ob er sich auf eine Pathologie anderer anatomischer Strukturen bezieht. Es ist häufig, dass der Schmerz, der sich auf die Schulter bezieht, tatsächlich von der Halswirbelsäule kommt; in diesem Fall jedoch, indem die genaue Position angegeben wird, legt der Patient seine Hand auf die obere Oberfläche der Schulter, auf das Schlüsselbein- und Trapezniveau; darüber hinaus kommt die Bestrahlung des Schmerzes entlang der oberen Gliedmaße, in der Wurzelpathologie meist zur Hand und zu den Fingern, während der Schmerz, der von der Schulter ausgeht, nach oben und nicht über den Ellenbogen ausstrahlt.
Die zu bewertenden Parameter bei dem Patienten, der an Schulterpathologie leidet, sind:

  1. Alter;
  2. Arbeit und Sportaktivitäten;
  3. Trauma;
  4. Art von Schmerz.

Das Alter kann Verdächtige bereits anweisen. Das Aufbrechen von Rotatorenmanschettenläsion auf degenerativer Basis wird im Allgemeinen bei Patienten über 45 bis 50 Jahre beobachtet, während zwischen 25 und 40 Jahren die Pathologie von subakromialen Konflikten häufiger ist, genauso wie die instabile schmerzende Schulter typisch für junge Athleten und Athleten ist.
Oft ist der Ursprung einer schmerzhaften Schulter aufgrund der tipodilavoroodisport; Es ist daher notwendig, die Art der Arbeitstätigkeit zu untersuchen, die die Person oder die sportliche Aktivität, die sie durchführt, und auf welcher Ebene durchführt, um zu verstehen, ob diese Aktivitäten Gewichtheben beinhalten, wenn sie Overheadaktivitäten sind, wie Bleichen oder wenn er Sportarten wie Volleyball, Wasserball, Baseball trainiert oder wenn er immer noch Kontakt mit hohen Traumata hat, z.B. Rugby und Kampf.
Es kann vorkommen, dass ein Trauma, eine mögliche Ursache für die anatomische Schädigung, viel früher eintritt als der Beginn der Symptome und daher das Subjekt es versäumt, dies zu melden.
Die Art des Schmerzes ist in der Differentialdiagnose von grundlegender Bedeutung; es ist daher notwendig, den Ort, die Bestrahlung, die Verbindung mit bestimmten Bewegungen oder Haltungen, die eventuelle nächtliche Exazerbation und die Modalität des Beginns zu bewerten.

Objektive Prüfung

Die objektive Untersuchung der Schulter erfolgt in folgenden Schritten: Inspektion, Palpation, Mobilität e
spezifische Funktionstests, Gegenstand unseres Artikels, die unterteilt sind in: