Hepatozyten: Leberzellen

Hepatozyten sind charakteristische Zellen der Leber, die 80% des Lebervolumens und 60% aller Organzellen ausmachen. Hepatozyten stellen nicht nur die Hauptmasse der Leber dar, sondern stellen auch den aktivsten und funktionellsten Teil des Organs dar, wie ihre histologischen Eigenschaften zeigen.

Hepatozyten

Bei der Untersuchung eines Hepatozyten unter einem Elektronenmikroskop können wir folgende Merkmale feststellen:

  • Polyederform mit 5-12 Oberflächen und 20-30 μm Durchmesser;
  • sphärischer, euchromatischer und oft tetraploider, polyploider oder multipler Kern (zwei oder mehr Kerne, bis zu vier pro Zelle);
  • Vorhandensein eines reichlich vorhandenen endoplasmatischen Retikulums, sowohl rau als auch glatt;
  • Häufigkeit von Mitochondrien, Lysosomen und Golgi-Apparaturen;
  • Glykogengranula und Lipidvakuolen sind oft sehr augenscheinlich und in Anzahl und Größe vorhanden, je nach Ernährungszustand und Verdauungsphase;
  • große und große Peroxisomen;
  • viele Vakuolen, die Enzyme wie kristalline Urease enthalten;
  • Vorhandensein von Vakuolen, die Ferritinkristalle und Hämosiderin enthalten.

Die Flächen der Hepatozyten stehen in engem Kontakt zueinander und begrenzen auf einer Seite (auf einer Seite) die Gallenkapillaren, auf der anderen Seite weisen sie auf die sinusförmigen Wände hin:

  • die den Lebersinusoiden (Blutgefäßen) zugewandte Plasmamembran weist zahlreiche unregelmäßig geformte Mikrovilli auf, die die Möglichkeiten des metabolischen Austausches zwischen Blut und Hepatozyten verstärken; kleine Pinocytosevesikel sind ebenfalls vorhanden;
  • In den Plasmamembranen benachbarter Hepatozyten entstehen mikroskopisch kleine Kanäle durch die Vereinigung von an die Dusche angrenzenden Einschnitten, wo die Galle fließt (Gallengänge). Tatsächlich werden in der Nähe des Lumens dieser Canaliculi die Vesikel der Hepatozyten gesammelt, die für die Übertragung der verschiedenen Bestandteile der Galle verantwortlich sind. Zusammengenommen bilden diese Canaliculi den Gallenbaum.
  • An den anderen Stellen sind die verschiedenen Hepatozyten durch zahlreiche Verbindungskomplexe (Gap Junctions und Desmosomen) verbunden; Die Leberzellen werden durch diese Tight Junctions verbunden, um zu verhindern, dass die Galle in die Interzellularräume eindringt und gut im Canalicularsystem eingeschlossen bleibt (die Galle ist für Hepatozyten toxisch).

Natürlich ist der Reichtum an Organellen, die die Hepatozyte charakterisieren, ein Indiz für die enorme Vielfalt von biosynthetischen und abbauenden Aktivitäten, die von dem Organ durchgeführt werden. Aus der Sicht der Leberphysiologie spielen Hepatozyten eine zentrale Rolle in:

  • Glukosestoffwechsel, Lipid, Protein
  • Bilirubinstoffwechsel und Galleproduktion
  • Entgiftungsstoffwechsel von endogenen Verbindungen (Bilirubin, Hormone) und exogenen (Drogen)

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