Utrecht Sodomieprozesse

Die Michaëlskapel mit dem darüber liegenden Küsterhaus in Utrecht Dom Turm war der Ausgangspunkt der Anklage. Hier wurden zwei Homosexuelle vom Küster gefangen.

Das Utrecht Sodomieprozesse waren eine weit verbreitete Verfolgung von Homosexuelle im 1730-1731 In der Stadt Utrecht. In dieser Stadt fanden mehr als 40 Verfolgungen statt.[1] Dann die Jagd nach "Sodomiten"wandte sich an den Rest der Republik der sieben Vereinigten Niederlande, wo weitere 300 Versuche stattfanden, die in vielen Fällen zum Todesstrafe.[1]

Geschichte

In den Jahren 1730 und 1731 leiteten die Behörden nach Beschwerden des Turmwächters Josua Wilts vom Dom Tower eine Untersuchung ein. Eine Reihe von Männern, darunter Zacharias Wilsma, wurde verhaftet und befragt. Die Geständnisse eines dieser Häftlinge zeigten, dass es auch anderswo in der Republik Netzwerke und Treffpunkte für Sodomiten gab. Es folgte eine Welle der Sodomitenverfolgung. In Utrecht wurden 18 Verdächtige zum Tode verurteilt und erwürgt. Eine Reihe von Personen in wichtigen Positionen, die anscheinend darauf hingewiesen worden waren, waren bereits geflohen, bevor sie verhaftet werden konnten.

Hexenjagd

Der Fall Utrecht löste auch eine Reihe von Strafverfolgungsmaßnahmen in anderen Teilen des Landes aus, darunter im Dorf Groningen Zuidhorn das berüchtigtste war: es gab deswegen Grietman Rudolf de Mepsche von Faan, der hauptsächlich seine politischen Gegner ins Visier nahm, 22 Menschen zum Tode verurteilte und hinrichtete; zwei andere waren zuvor auf der Gestell zu Tode gefoltert. Das Land war zu der Zeit in einer Stimmung, die die Menschen anfällig machte für "HexenjagdenEs gab nur einen ernsten Epidemie unter Rindern, während die Holländer Deiche durch die Polwurm wurden bedroht. Unter diesen Umständen konnten Prediger der "Hölle und Verdammnis" die Menschen davon überzeugen, dass Gott wegen der grassierenden Unmoral, insbesondere der Homosexuellen, wütend auf das Land war Sündenbock wurden bezeichnet.[2] Diesem Prediger von Delfzijl zufolge war dies auf die ärgerlichen Verbrechen der Sodomiten zurückzuführen, die 1730 in Utrecht entdeckt worden waren. Die Stadt Groningen hatte am Ende dieses Buches ein Plakat über die Einrichtung eines besonderen Gebetstages gegen den Polwurm und gegen Sodomie beigefügt.

Monument

Sodomiten-Verfolgungsdenkmal in Utrecht

Die Gemeinde Utrecht hat sich nun vollständig von dieser Sodomitenverfolgung distanziert. Auf dem Domplein, wo einst die Ruinen des Mittelschiffs der Domkerk lagen, befindet sich seit 1999 ein Gedenkstein, das sogenannte Sodomonument, in dem an die Verfolgung gedacht wird und Männer und Frauen heutzutage keine Angst haben Homosexualität (muss) erfahren können.[3]

Utrechtaar

Infolge der Utrecht-Sodomie-Versuche wurde "Utrechtaar" ein Schimpfwort für Homosexuelle. Laut einem ehemaligen Journalisten Bernard Martens van Vliet ärgerte den Herausgeber davon Utrechtsch Nieuwsblad, G.J. van Heuven Goedhart (1901-1956) hielt daran so fest, dass er seit 1933 bewusst ein anderes Wort in seiner Zeitung und damit im Utrecht-Sprachgebrauch verwendete: das Wort "Utchter", das bis dahin viel seltener vorkam. Untersuchungen des Publizisten Jim Terlingen haben jedoch gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Herumreichen 1947 Diese Entscheidung muss bearbeitet werden.[4]


Quellen, Notizen und / oder Referenzen
  1. ein b Noordam, D.J., Riskante Beziehungen: Fünf Jahrhunderte Homosexualität in den Niederlanden 1233-1733. Hilversum, Verloren, 1995. Ca. p. 229. ISBN 90-6550-513-X
  2. Siehe zum Beispiel das Buch Die allmächtige und rechtschaffene schlagende Hand Gottes, um das Land und diese Provinz mit der schädlichen Seuche der Seewürmer zu bedecken, gezeigt und gedrängt Nahum I: vs. 3. von Joh. Adr. Mobachius (Groningen, Jurjen Spandaw, 1733),[1]
  3. Schwule und Lesben aus Utrecht streiten sich über das rosa Denkmal de Volkskrant 15. Juni 1999
  4. "Sandwich-Affe über die Bewohner von Utrecht" News030, 28. Dezember 2017

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